Zart und auch klangstark, hell und doch warm im Ton“, so wurde die „bezaubernde Singstimme“ Maria Ladurners vom MDR beschrieben, „gläsern“ und „steinerweichend“ umschreibt sie Der Standard. Weiters wurden in Kritiken der „sinnliche Glanz“ (Die Presse), die lyrische Rundung der Stimme und der „kleine Sonnenstrahl“ in derselben (Kleine Zeitung) sowie ihre „mozarthafte Empathie“ (Neue Musikzeitung) hervorgehoben.
Maria Ladurner ist ein Theaterkind und schnupperte bereits früh Bühnenluft. Mit nur 15 Jahren absolvierte sie als jüngste Teilnehmerin den Vorbereitungslehrgang bei Barbara Bonney am Mozarteum Salzburg, wo sie ihr Konzertdebüt unter der Leitung von André Previn gab. Ihr Gesangsstudium führte sie an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zu KS Edith Lienbacher, ergänzt durch einen Master in Barockgesang bei Ulrike Hofbauer und Andreas Scholl am Mozarteum Salzburg.Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in zahlreichen Meisterkursen.
Die Sopranistin fühlt sich sowohl auf der Opernbühne als auch im Konzertfach zu Hause. Ihr breites Repertoire reicht von der Renaissance bis in die Moderne, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Alter Musik. Sie arbeitet regelmäßig mit renommierten Ensembles wie der lautten compagney, der Wiener Akademie, dem Finnish Baroque Orchestra, Ars Antiqua Austria, dem L’Orfeo Barockorchester oder Ensemble 1700 zusammen und musizierte mit Dirigent:innen und Musiker:innen wie Alfredo Bernardini, Michi Gaigg, Martin Haselböck, Ruben Jais, Gunar Letzbor, Dorothee Oberlinger und Jordi Savall.
Ihr Operndebüt gab Maria Ladurner im Alter von 19 Jahren als Barbarina in Le nozze di Figaro bei den Tiroler Festspielen Erl und am Teatro Sociale Trento. Es folgten Engagements unter anderem als Silandra (L’Orontea), Idaspe (Il Bajazet), Vespetta (Pimpinone), Ruspolina (I portentosi), Animia (L’Huomo), Eurinda (Moro per Amore), Venere (Polifemo), Papagena (Die Zauberflöte), Hodel (Anatevka) und Gabrielle (La vie parisienne) an Häusern wie dem Staatstheater Nürnberg, der Oper Bonn, der Kammeroper des Theater an der Wien, dem Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, den Seefestspielen Mörbisch und dem Operettensommer Kufstein.
Konzertauftritte führten sie unter anderem in den Wiener Musikverein, das Konzerthaus Wien, die Berliner Philharmonie, das Auditorio Nacional de Música Madrid, das Auditorium Fondazione Cariplo Milano sowie zu internationalen Festivals wie dem Festival Oude Muziek Utrecht, dem MA Festival Brugge, der Mozartwoche Salzburg, der Styriarte und den Händelfestspielen Göttingen und Halle.
Maria Ladurners Diskografie umfasst zahlreiche Einspielungen, darunter ihr Debütalbum Arias for the Emperor, die Solo-CD madonna mia sowie die Erstaufnahmen von Bononcinis Polifemo, die mit dem Opus Klassik 2021 und dem Diapason d’or ausgezeichnet wurden. Der Mitschnitt von Giuseppe Scarlattis I portentosi effetti della madre natura erhielt den Opus Klassik 2024. 2024 erschien die Erstaufnahme der Oper L’Huomo bei Sony, in der sie die weibliche Hauptrolle übernahm und die mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde.
Maria Ladurner ist Preisträgerin des H.I.F.-Biber-Wettbewerbs und gewann mit dem von ihr mitgegründeten Ensemble Mozaïque den 1. Preis sowie den Publikumspreis des Händelwettbewerbs Göttingen und des Wettbewerbs der Musikakademie Rheinsberg.
