Eine Kooperation der Universität Salzburg, der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und des Lehár Festivals Bad Ischl
Das Wechselverhältnis von gesungenen Einzelnummern zum populären Musiktheater als Bühnen- und Filmgattung wird hinsichtlich seiner ästhetischen, medienspezifischen und produktionsgeschichtlichen Dimensionen untersucht. Songs und Lieder bilden den Kern von Operette und Musical, entfalten jedoch als gedruckte Einzelausgaben, Pop-Cover, Tanzarrangements oder Jazzstandards sowie in Form von Clips oder Memes häufig ein eigenständiges kulturelles Nachleben. Die damit verbundenen Prozesse der Mehrfachverarbeitung und -vermarktung sind bereits bei ihrer Konzeption und Komposition mitgedacht und prägen ihre ästhetische und stilistische Substanz. Darüber hinaus soll der Aspekt des Eigenlebens der Operetten als «Gesamtkunstwerke» einbezogen werden – verstanden als ihr fortdauerndes kulturelles und erinnerungsgeschichtliches Wirken im kollektiven Gedächtnis, das über die Analyse einzelner Songs hinausweist.
Konzeption: Thomas Flömer, Nils Grosch und Timur Sijaric (Team PopPrints, Universität Salzburg)