Hans Gröning erhielt seine Gesangsausbildung bei KS Gisela Schröter und arbeitet regelmäßig mit Gregory Lamar. Sein Debüt gab er als Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs an der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Nach einem Festengagement am Theater Eisenach ist er seit 2004 als freischaffender Sänger tätig. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er mit der Titelpartie in Wolfgang Rihms Jakob Lenz, die er in einer belgisch-argentinischen Koproduktion des Muziektheaters Transparant und des Teatro Colón u. a. an der Opéra Bastille Paris, am Opernhaus Kopenhagen, in Brüssel, Rotterdam und Luxemburg sang. 2019 verkörperte er diese Partie erneut am Staatstheater Nürnberg (Regie: Tilman Knabe). An der Komischen Oper Berlin gestaltete Hans Gröning zahlreiche Rollen, darunter Farfarello in Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen (Regie: Andreas Homoki), Albany in Aribert Reimanns Lear (Regie: Hans Neuenfels), den Zigeuner in Mussorgskis Der Jahrmarkt von Sorotschinzi (Regie: Barrie Kosky) sowie Jonas in der Operette In Frisco ist der Teufel los (Regie: Martin G Berger). Zu den zentralen Partien seines Repertoires zählen Alban Bergs Wozzeck, Paul Hindemiths Cardillac, Wolfram (Tannhäuser), Telramund (Lohengrin) und Alberich (Das Rheingold). Er arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Michail Jurowski, Alejo Perez, Markus Poschner, Matthias Foremny, Friedemann Layer und Anthony Bramall. Im Konzertfach war er u. a. im Gewandhaus Leipzig, der Kölner Philharmonie, der Philharmonie Wrocław, dem Wiener Konzerthaus sowie im Brucknerhaus Linz zu hören. Seit 2013 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München, wo er nach seinem Debüt als Ollendorf (Der Bettelstudent) u. a. Fürst Ypsheim (Wiener Blut), Baron Zeta (Die lustige Witwe), Oberst Popoff in Oscar Straus’ Der tapfere Soldat (Regie: Peter Konwitschny) sowie Bartolo in Rossinis Il barbiere di Siviglia (Regie: Josef E. Köpplinger) sang, eine Partie, die er auch am Nationaltheater Mannheim übernahm. Am Staatstheater Nürnberg war er als Pimpinone (Telemann), als Piratenkönig in Sullivans Die Piraten von Penzance sowie 2023 als General Bumm in Die Großherzogin von Gerolstein (Regie: Andreas Kriegenburg) zu erleben. Am Theater Osnabrück gab er sein Rollendebüt in der Titelpartie von Jaromir Weinbergers Wallenstein und war dort 2024/25 in weiteren Premieren zu sehen, darunter Ball im Savoy, Wie im Himmel und Der ferne Klang. Am Landestheater Linz gab Hans Gröning 2025 als Fürst Ypsheim in Wiener Blut sein Hausdebüt. (Regie: Thomas Enzinger).

© Christian Palm