Martin Lechleitner (c) Severin Koller
© Severin Koller

Martin Lechleitner

Martin Lechleitner debütierte als Nathanael in Les contes d’Hoffmann am Tiroler Landestheater und gab anschließend sein Rollendebüt als Pedrillo an der Den Jyske Opera Aarhus. Weiterführend war er an der Oper Chemnitz engagiert, wo er u. a. als Dancaïre in Bizets Carmen und als Pedrillo in Mozarts Die Entführung aus dem Serail in Erscheinung trat. Er gastierte in J. C. Bachs Oper La clemenza di Scipione am Staatstheater Meiningen/Eisenach in der Titelrolle, für die er von der Presse hoch gelobt wurde. Weitere Gastengagements führten ihn ans Theater Osnabrück, das Theater an der Wien und zu den Seefestspielen Mörbisch. In der aktuellen Spielzeit gastierte er am Theater Regensburg in der Neuproduktion der Grand opera buffa The Ghosts of Versailles von John Corigliano und an den Vereinigten Bühnen Bozen in Ralf Benazkys Im weißen Rössl.
Mit großer Affinität beschäftigt sich der Tenor mit der Musik des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Er wirkte in zahlreichen Uraufführungen mit, wie etwa der Weltkriegs-Oper Strange Meeting von Norbert Zehm oder Inkognito Royal von Karsten Fundal an der Dänischen Nationaloper. In der österreichischen Erstaufführung von Dai Fujikuras Science-Fiction-Oper Solaris war er als Snaut an der Neuen Oper Wien zu erleben und jüngst als Titelheld in der Oper Peter Pan – The Dark Side nach einem Libretto von Sir David Pountney. Im Festspielsommer 2023 folgte mit der Brecht-Oper Die Judith von Shimoda des argentinischen Star-Komponisten Fabián Panisello eine weitere Uraufführung und zugleich sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen.
Eine weitere Facette im künstlerischen Schaffen des Tenors ist die historisch informierte Aufführungspraxis Alter Musik sowie des Liedgesangs, insbesondere im Klanggewand historischer Hammerklaviere. Als Mitglied des Orchesters Divertimento Viennese widmet er sich dem Tenor-Repertoire der 1920er- und 1930er-Jahre und ist damit regelmäßig auf den großen Wiener Bällen präsent. Seine Gesangsstudien absolvierte er am Konservatorium Innsbruck und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Aktuell wird Martin Lechleitner von KS Michael Schade stimmlich beraten.